Bluthochdruck - was bringt ein Gentest bei Bluthochdruck? Bluthochdruck - Einleitung
Epidemiologen sind Wissenschaftler, die sich mit der Häufung von Risikofaktoren
und Krankheiten in Bevölkerungsgruppen befassen. Diese haben jüngst durch eine
Meta-Analyse (Gesamtübersicht vieler verschiedener Studien zu einem Thema)
herausgefunden, dass Blutdruck der wichtigste Faktor ist, der die
Lebenserwartung von Menschen begrenzt – sogar noch vor Rauchen oder hohem
Bluthochdruck – gar nicht oder zu schlecht behandelt Die
Hälfte aller Hypertoniker (Bluthochdruck
patienten,
Kennen
Sie auch solche Menschen (oder sind Sie gar selbst betroffen)? Praktisch kein
Bluthochdruck: Vererbung nicht zu unterschätzen Bei der
Vererbung des Blutdruckes unterscheiden wir zwei Formen. Zum einen gibt es eine
so genannte multifaktorielle Vererbung. Dabei wird eine gewisse Neigung vererbt,
einen Bluthochdruck zu bekommen, wenn bestimmte Lebensumstände (z.B.
Bluthochdruck: Das Renin-Angiotensin-System reguliert unseren Blutdruck Es gibt eine Substanz in unserem Körper, die Angiotensin heißt. Dies bedeutet wörtlich übersetzt „Gefäßspanner“. Angiotensin verengt daher die Gefäße und erhöht den Blutdruck. Nun ist Angiotensin keineswegs nur schlecht. Wenn wir es nicht hätten, könnten wir keinen ausreichend hohen Blutdruck aufbauen und würden wie ein Schluck Wasser in der Kurve herumhängen. Es kommt eben auf das Gleichgewicht an. Angiotensin wird aus der Vorläufersubstanz Angiotensinogen hergestellt. Dazu benötigt der Körper Renin aus der Niere. Damit das alles richtig funktioniert benötigen wir noch das ACE (Angiotensin Converting Enzyme). Dieses wandelt das Angiotensin1 in Angiotensin2 um und macht es damit erst richtig „scharf“. Angiotensin2 dockt an den Angiotensinrezeptoren der Gefäßmuskelzellen an und gibt ihnen so den Befehl, sich zusammenzuziehen: Der Blutdruck steigt.
Enzym: ACE Hier
greifen nun zwei Klassen von Antihypertonika (Blutdrucksenker) an. Die
Bluthochdruck: Ein Test zeigt das Risiko an Die gute Nachricht: Wenn der Verdacht besteht, kann man heute für knapp 200 € einen Test auf diese beiden Mutationen durchführen lassen. Die schlechte Nachricht: Wenn eine der beiden Mutationen vorliegt, so kann man mit allen naturheilkundlichen Maßnahmen, die sonst bei einem Bluthochdruck gut wirken, nur äußerst bescheidene Erfolge erzielen. Die Gefahr von Schlaganfällen oder Herzinfarkten ist bei Vorliegen dieser Mutationen deutlich erhöht. Es gibt zwei Möglichkeiten, dass der Test positiv ausfällt: Man kann heterozygot positiv sein. Dann ist nur ein Gen betroffen (wir bekommen ja jeweils einen Satz von Genen von Mutter und Vater). Der Blutdruck kann dann höher sein, muss es aber nicht. Diese Form ist noch als relativ günstig einzustufen. Eine gute Lebensweise und/oder wenige Medikamente reichen meist aus. Oder aber es liegt die homozygote Form der Mutation vor. Dann sind beide Gene betroffen – wir haben die Mutation dann von Mutter und Vater gleichzeitig geerbt. Eine medikamentöse Behandlung lässt sich dann meist nicht umgehen, wenn man halbwegs normale Werte anstrebt. Warum sollte man diesen Test denn überhaupt durchführen? Zeigt er nicht einfach nur ein hohes Risiko an und führt dadurch zu einer weiteren Ängstigung (und damit vielleicht sogar weiterer Blutdrucksteigerung)? Ich meine: Nein. Dieser Test sollte sicher nicht routinemäßig bei jedem Patienten mit vielleicht nur grenzwertig erhöhten Werten eingesetzt werden. Wenn ich aber Patienten habe, die sich wirklich „ein Bein ausreißen“, um mit natürlichen Maßnahmen ihren Blutdruck zu regulieren und trotzdem gefährlich hohe Werte aufweisen, dann rate ich diesen Patienten dringend zur Durchführung des Testes. Ist dieser nämlich positiv, dann haben wir eine Erklärung für den Bluthochdruck und die Häufung von Gefäßerkrankungen in der Verwandtschaft. Der Test sollte aber nur bei Ärzten durchgeführt werden, die sich mit dem Test und vor allem der Interpretation der Testergebnisse wirklich gut auskennen (fragen Sie den Arzt, wie oft er diesen Test schon durchgeführt hat!). Ein positiver Test bedeutet nämlich nicht: „Pech gehabt! Jetzt musst du eben früher sterben!“ Vielmehr hat ein positives Testergebnis (in der Medizin bedeutet übrigens ein „positives“ Ergebnis meist etwas Negatives – siehe auch HIV-positiv) weit reichende Konsequenzen, die es durchaus positiv zu bewerten gilt: Ø Natürlich ist nicht schön, wenn ich weiß, dass ich eine Mutation für Bluthochdruck habe. Ich entscheide aber selbst, ob es für mich eine Belastung (z.B. Angst vor Schlaganfall) oder eine Entlastung („Jetzt weiß ich endlich, warum der Blutdruck trotz all meiner Anstrengungen nicht sinkt. Ich habe nichts falsch gemacht. Ich kann gar nichts für meinen Bluthochdruck!“) darstellt. Ich rate jedem Patienten, sich für die zweite Möglichkeit zu entscheiden.
Ø
Alle
anderen Risikofaktoren (z.B.
Ø
Der
Blutdruck selbst sollte natürlich auch noch gesenkt werden. Eine Mutation für
Bluthochdruck zu haben, heißt ja keineswegs, die Flinte ins Korn werfen zu
müssen. Vielmehr sollten alle Maßnahmen, die den Blutdruck auf natürliche Weise
regulieren, besonders konsequent befolgt werden. Hierzu gehören:
Gewichtsnormalisierung, Nichtrauchen und
Entspannungsverfahren wie
Yoga,
Autogenes Training oder
Progressive
Muskelentspannung. Beim Alkohol sollte man besonders
vorsichtig sein. Das berühmte Gläschen Rotwein am Tag kann dann nämlich schon
zuviel sein. Man darf sich nur von all diesen Maßnahmen nicht eine so gute
Blutdrucksenkung erwarten wie bei nicht von dieser Mutation betroffenen Menschen
mit einem „normalen“ hohen Blutdruck. Übrigens: Beim
Ø
Trotzdem reichen all diese Maßnahmen nicht aus, um andauernd einen
wünschenswerten Blutdruck zu erreichen. Fast immer müssen dann Medikamente zum
Einsatz kommen. Hier zeigt sich ein weiterer großer Vorteil des Testes. Ein
positives Testergebnis sagt nämlich aus, welches die besten Medikamente zur
Behandlung gerade diesen Blutdruckes sind: Ø Und noch einen großen Vorteil hat der Test: Sollten Sie betroffen sein, so sollten Ihre engen Verwandten (z.B. Geschwister, Kinder) auch diesen Test durchführen lassen, um ein eventuell vorhandenes Risiko frühzeitig erkennen und dann gegensteuern zu können. Ich wende diesen Test immer häufiger an und werde bei überraschend vielen Hypertonikern fündig. In der Hand des darin erfahrenen Arztes ist dieser Test ein wertvolles Instrument, um Risiken rasch aufzudecken und gezielt dagegen zu vorzugehen. Richtig angewendet und ausgelegt erzeugt dieser Test keine Angst, sondern psychische Entlastung und gibt uns das Wissen, jetzt das Richtige tun zu können.
Bluthochdruck:
Ø So ist es bei der neuro-muskulären Übertragung von Nervenimpulsen mitbeteiligt und verbessert somit unsere Koordination – bei guter Vitamin D-Versorgung sind wir sicherer in unseren Bewegungsabläufen und fallen beispielsweise weniger oft hin.
Ø
Es ist
an unserem
Ø
Auch
bei der
Enzym: Renin Worum es aber hier gehen soll: Vitamin D steuert auch den Blutdruck mit. Betrachten Sie noch einmal die obige Abbildung zum Renin-Angiotensin-System. Das Renin aus der Niere stellt einen der entscheidenden Faktoren für den Bluthochdruck dar. Viele Blutdruckpatienten haben deutlich erhöhte Reninspiegel. Die Messung des Renins wird aber nicht routinemäßig durchgeführt und bleibt nur speziellen Fragestellungen und wissenschaftlicher Forschung vorbehalten.
Genau
hier setzt aber unser gutes, altes Vitamin D an. Es behindert die Bildung von Renin! Weniger Renin bedeutet aber weniger Angiotensin. Weniger Angiotensin
bedeutet weniger Blutdruck. Vitamin D wäre also eine wunderbare Kombination zu
den oft eingesetzten Blutdruckmitteln
Für
Blutdruckpatienten bedeutet dies: Eine großzügige Vitamin D-Zufuhr von 1000-2000 I.E. kann sich auf den Blutdruck günstig auswirken und
Alle angegebenen Untersuchungen können ambulant (nur privat) oder stationär in der Habichtswaldklinik durchgeführt werden. Wenn die Kasse einen stationären Aufenthalt nicht genehmigt, kommen noch attraktive, preiswerte Selbstzahlerangebote in Betracht. Selbstzahlerangebote unter:
Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit
Dieser Artikel erschien in der Zeitschrift "Der Naturarzt". Wir danken dem Access-Verlag für die freundliche Genehmigung zum Abdruck. www.naturarzt-access.de Zur Klärung weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw. Therapiemöglichkeiten stehe ich Ihnen im persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie zuvor einen Termin in der naturkundlichen Privatambulanz. Alle notwendigen Laboruntersuchungen können in der Inneren Abteilung der Habichtswaldklinik oder der Naturheilkundlichen Privatambulanz durchgeführt werden.
Informationen über das Therapieangebot der Inneren Abteilung:
Sagen Sie uns ruhig mal
Ihre Meinung! Weitere Informationen zu Krankheiten finden Sie bei der Wicker-Gruppe unter www.informationen-zu-krankheiten.de. Info-Material zur Klinik anfordern: www.wicker-gruppe.de/infomaterial-anfordern.html Die
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